Archiv für Gott

noch 15. Mai Freitag 1987

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , , , , , am April 11, 2009 von lilsister

Wenn Probleme, dann „intern“ (ungute Gefühle). Gestern auf Bummel aufgezogen. Abend in Jugendgruppe war gemischt. Heute Morgen fühlte ich mich – unzufrieden. Doch dann besann ich mich auf Dich, meinen anhin besten Zuhörer, und Du hast alles arrangiert. Jetzt geht’s mir bestens. War guter (Theater-)Abend und auch danach. Er ist einfach – LIEB. Wenn ich doch diese reine, gute Laune auf Morgen mitnehmen könnte!

19. April Sonntag 1987

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags , , , , , , , , , , , , , am August 2, 2008 von lilsister

Heute ist Ostern. Deshalb möchte ich mal hier festhalten, dass ich Gottes Gegenwart fühle, immer. Und dass er sich um Kleinigkeiten, die mir wichtig sind, kümmert, man würde es nicht glauben. Wenn es wirklich schlimm ist, und ich flehe ihn an, dann kommt immer alles gut. Ich hoffe, das Danken nie zu vergessen. Manchmal hört, reagiert er natürlich nicht, aber dann ist es meist / immer gar nicht nötig. Es muss so sein, manchmal sehe ich den Zweck sogar später ein.

Als Gesprächspartner ist er mir unversetzlich. Meine Beziehung zur Bibel: AT: veraltet, von Menschen geprägt, aber spannend, nicht zuständig. NT: Das Bild Jesu, die Antwort auf viele Fragen und zusammengefasst: Liebe Deinen nächsten wie dich selbst.

Von der unschöpferischen Phase des letzten Eintrags bin ich weg. Trotzdem, ich sollte etwas gegen das Abnehmen meiner Phantasie unternehmen.

Noch zu Ihm: Am Donnerstag konnte er ja nicht kommen, wegen Proben für Aufführung am Karfreitag. Ich musste um 7 in der Bibliothek sein. Nach Überlegen nahm ich den Fussweg duch den Friedhof. Beim Schulhaus kommt einer entgegen. Es wäre ja ein zu schöner Zufall. Im Näher kommen stellt sich heraus, Er ist es.

Wir redeten bis 7.15, über Jugendgruppe, Pilatusrolle (passt ihm nicht, Bibel sei für ihn ein alter Schunken) etc. Ich habe oft Mühe, zu verstehen, was er meint. Wage zu behaupten, er formuliere schlecht, ich auch, bin immer durcheinander in seiner Gegenwart. Wenn er nur in der Jugendgruppe bleibt. Ich will als Pressechef ins Team. Er soll sich auch wählen lassen!

Am Freitag ging ich nicht in die katholische Kirche um ihn zu sehen. War das ein sinnloses Opfer? Am Sonntag war ich an einem Medientag in der „Prärie“ in B. Interessante Leute. Viel gelernt. Dienstag ist Schulbeginn. Bäh!

12. Dezember Freitag 1986

Veröffentlicht in Tagebuch mit Tags , , , , , , , , , , , , am Juli 13, 2008 von lilsister

Mein Problem ist ein kleines und besteht eigentlich darin, dass ich ein grosses daraus mache, wofür ich mich schäme.

Es ist, dass ich nichts Aussergewöhnliches bin. Ich war ein unangenehmes Kind, eine schlechte bis mittelmässige Primarschülerin, kam mit den schlechtesten Resultaten knapp und spät in die Sekundarschule, war dort eine mittelmässige Schülerin, kam dann durch eine nette Empfehlung an eine mittelmässige (Mittel-)Schule, wo ich jetzt mittelmässige bis schlechte Noten heimbringe.

Später werde ich, hoffe ich, Buchhändlerin werden, ein sehr mittelmässiger Beruf, und ich werde wohl nur eine mittelmässige Buchhändlerin werden, da mir der nötige Ehrgeiz und Geschäftssinn fehlt.

Ich bin weder für das Lehrerseminar, noch das Gymnasium geeignet, werde keine Matura machen und nie studieren. Auch eine Sportskanone bin ich nicht.

Ich bin ein Misserfolg meiner Eltern, die doch eigentlich vielversprechend sind, und das was für mich wichtig ist, das ich unternehme, misslingt.

Ich könnte versuchen zu sein, was ich nicht bin: eine fleissige, gute Schülerin. Und Geld für Kleider zur neuen Rolle ausgeben. Aber dann geht mein ich drauf, und es wird mehr schmerzen als letztes mal, als ich mich nach der Sekundarschule anpasste, mich „positiv veränderte“. Damals bekam ich Lob, was vieles aufhob.

Aber ich möchte gerne ich sein. Und ich fürchte, lange könnte ich die Rolle gar nicht spielen. So, wie es mich neben B. (Schulkollegin) verjagt hat, weil wir ja wirklich nicht zusammen passen.

Aber eben: andere Mädchen fürchten, dass ihr Vater die geliebte Stelle verliert, oder wollen nicht mehr heim, weil dort nichts mehr geht, wie es sollte. Deshalb schäme ich mich, dass ich mich so weggegeben habe, heule.

Ich bin es nicht wert, dass die Eltern sich nerven. Ich habe es ja gut, bin gesund, werde wahrscheinlich ein Leben aufbauen können.

Trotzdem wäre es schön, wenn es jemanden gäbe, der mich noch verstehen würde, z.Bsp. warum ein Lehrerproblem ein Problem ist.

Über Kleinigkeiten möcht i reden…
du hörst mir zue, als ob sie wichtig wärn.

Reinhard Fendrich

Und ich habe beim Orangen essen so fest an Lob für Gott gedacht. Und ich hoffe, er wird mir wieder auf die Beine helfen. Aber Menschen brauchen Menschen, nicht wahr?

Auch zur Welt allgemein wär’s schön, mal etwas hoffnungserweckendes zu hören.

„Sturm“ ist wohl der beste Ausdruck für mich.