13. Dezember Samstag 1986
Ein herrlicher Brief von Monsieur (mein Gastgeber beim Sprachaufenthalt in Frankreich) und der Besuch unserer Verwandten machen diesen Tag doch noch gut. Aber kaum ist das Haus wieder leer, kommt wieder diese bleierne Müdigkeit über mich.
Ich möchte alles sehen, erleben, fühlen.
Die Kälte Russlands, den Sand der arabischen Wüste, die Prärien, die grossen Wälder, die wilden Flüsse….
Warum braucht es Geld, um gute Träume zu verwirklichen?
Ich könnte dann schreiben, berichten und so mit all den anderen etwas Kleines für die Welt tun.
Aber ein Self-made-girl bin ich nicht.
Und Tiere sollten in meinem Leben sein. Grosse, schwierige Hunde, sanfte, markante Pferde, schöne Katzen und wilde Tiere, aber freie! (Couleur troi ist zwischen 94 + 96)
Doch lehns’t mi ab, dann wird der Himmel stinkert werden
und dick und schwarz kunnt über mi die lange Nacht…
dann flieg i hi, dann hauts mi wieder einmal um
und i zerbrösel wie ne Gläsel an der Wand…
Reinhard Fendrich